Ja ja – eine waschechte Janeite weiß natürlich, dass Bath sich bei unserer genialen Dame keiner großen Beliebtheit erfreute. Jedoch richtet dort seit nun mehr 16 Jahren eine kleine Gruppe Enthusiasten ein 10tägiges Festival aus, das sich sehen lassen kann. Seit 2013 bin mit verschiedenen Reisegefährtinnen dorthin gepilgert.

Die liebe Senta – von den Austensisters – brach letztes Jahr in den frühesten Morgenstunden des 7. September mit mir nach London auf. Von dort mit der Postkutsche über Land nach Bath. Nicht lange und wir waren in einem komfortablen Quartier und vor allem Tür an Tür in der Pulteney Road untergebracht.

Einen Mittagsschlaf später standen wir putzmunter und in schönster Regency – Garderobe am Tor. Unsere erste Verabredung: ein Halb – Vier – Uhr – Tee im Tearoom des Jane Austen Center in Gegenwart von Mr. Darcy.

Nach all der Aufregung brauchten wir eine lange Nachtruhe an deren Ende sich eine kolossale Regenwolke über der Stadt gebildet hatte. Nach einem ausgiebigen Frühstück beschlossen wir, dass der Regen sowohl in Bath als auch Lacock der selbe sein würde und bestiegen abermals die Postkutsche. Auf dem Kutschbock saß ein rücksichtslos fahrender und zugleich reizender Hasardeur, der Straßenschmutz verbarg jede Sicht in die Landschaft und der Regen fiel unerbittlich.

Doch nicht lange nachdem wir sozusagen geweihten Boden betreten hatten, entfaltete sich ein kleines meteorologisches Wunder. Gut zu sehen hier…

… und am späten Nachmittag konnten wir mit einem Spaziergang in der Sonne unseren Besuch in Lacock abrunden.

Am Samstagvormittag wurde wie immer promeniert und welch eine Augenweide in diesem Jahr die Flanierenden waren!

Im Anschluß wurden die feinen Auslagen des Marktes in der Guildhall in Augenschein genommen und hübsche Dinge wechselten gegen schnöde Geldscheine die Besitzerin.

Am Abend kamen wir endlich in den Genuß eines Balls. Jedoch muss ich zu meiner großen Schande gestehen: ich habe kein Foto von mir selbst und nur wenige überhaupt.

Unseren Festivalbesuch beschlossen wir mit einem späten Frühstück in den Pump Rooms, danach ging es abermals mit der Postkutsche zurück nach London. Das gute alte England verabschiedete uns mit einem Regenbogen.